Kindheit


Nachdem ich durch einen Ostsee-Dünen-Unfall auf diese schöne Erde katapultiert wurde, genauer gesagt, in den Berliner Bezirk Friedrichshain, landete ich wiederum durch einen Zufall so etwa mit 3 Jahren in einem nördlich von Berlin gelegenen Dörfchen. Dort wuchs ich mit meinen Eltern, meiner Schwester, vielen Tieren und natürlich mit der Musik auf. Ich nahm bei einer älteren Dame etwas Klavierunterricht und kam später zur Musikschule, wo ich einen Abschluß erhielt. Doch das Wichtigste war für mich immer das Singen. Ich bin schon früher singend durch unser Dorf geradelt und habe in einer Phantasiesprache irgendwelche, mir gerade in den Sinn kommende, Melodien gesungen. Also habe ich mich einem Chor angeschlossen, wo wir mit verschiedenen Programmen viel umhergereist sind - und ich auch solo singen dürfte. Ja, so ungefähr sah meine Jugend aus - vorbei, aber nie vergessen und so trage ich diese Wurzeln auch heute noch in mir weiter fort..

 


...Teenie!


Nachdem ich irgendwann den ersten und zweiten Liebeskummer hinter mir hatte, wollte ich es dann musikalisch wirklich wissen. Und so fing ich an, Texte zu schreiben, zu komponieren und mich zweimal die Woche von den Gesangslehrern quälen zu lassen - einmal modern und einmal ganz klassisch. Der verzweifelte Versuch, meine eigenen Lieder zu arrangieren mittels Keyboard und Atari!-Computer, ging irgendwie nicht so glatt, wie ich es mir vorgestellt hatte. War ein Lied fast fertig arrangiert, stürzte mir der Computer ab, so daß ich aus Verzweiflung an der Technik alles in die Ecke gefeuert habe. Leider! Naja, ich gebe zu, das technische Talent zu Kabeln und Drähten etc. habe ich leider nicht von meinem Papa geerbt, der mir als Rundfunk und Fernsehtechniker sonst immer super zur Seite stand.
So vergingen die Jahre. Mittlerweile war auch die Mauer gefallen und wir waren endlich alle frei. Doch genau zu der Zeit hieß es, an den Ernst des Lebens zu denken und so tippte ich erstmal ein paar Jahre lang an verschiedenen Schreibmaschinen dieser Stadt, um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen (ich war nämlich "Facharbeiterin für SchreibTECHNIK!")
Meine Träume waren nun ganz weit weg und die Jahre vergingen in dem kleinen Büro einer Anwaltskanzlei. Bis ich es eines Tages nicht mehr aushielt!...  Und ich schmiß die Schreibmaschine mit voller Wucht, vor den Augen meiner Chefin durch das Fenster ...NEIN, natürlich tat ich das nicht, aber ich schmiß diesen Job hin, um endlich das zu tun, was mir auch Spaß macht.

 

 

Die Schauspielschule


Wieviel Anläufe und Vorsprechen es an den verschiedensten Schauspielschulen dieses Landes waren, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls hatte es irgendwann an einer in Berlin geklappt. Und so wurde aus der Schreibtechnikerin eine Schauspielerin. Drei Jahre lang hieß es Texte lernen, Sprechausbildung, Fechten, Ballett, Improvisieren und Vorspielen. Diese Jahre waren für mich die schwierigsten, die lehrreichsten und doch fast die schönsten in meinem Leben. Ich habe mich von der kleinen, schüchternen, naiven Dorfpomeranze zum halbnormalen Menschen entwickelt, - würde ich mal so behaupten. Neben dem Studium arbeitete ich als "Kartenverkäuferin" im Theater.Und so ergab es sich, daß ich durch einen Zufall dort auch kleine Rollen spielen dürfte. Ich wurde in die Zentrale Bühnenvermittlung aufgenommen und erhielt Vorsprechen. Dadurch hatte ich Rollen am Deutschen Theater in Berlin, am Maxim Gorki Theater, am Theater Brandenburg, der Freilichtbühne Spandau bis zum Schluß nach Memmingen!!! Doch schon nach kurzer Zeit in Süddeutschland fehlte mir die Berliner Luft, meine Familie und meine Freunde so sehr, daß ich in unsere schöne Hauptstadt zurückkehrte und dort prompt eine feste Anstellung im Service- und Empfangsbereich eines etablierten Autohauses fand. Und da stand ich nun zwischen all dem Blech...

 


Die Liebe


Schon an keinen Traum mehr glaubend, vergingen die Jahre. Manchmal rief mich noch die Agentur an und ich bekam kleine Filmrollen, aber sie waren so klein, daß man mich wohl nicht recht wahrnahm. DANN - an einem heißen Sommertag vor zwei Jahren - ich ging gerade voll in der Gartenarbeit auf und sah auch dementsprechend aus...!!! Da stand er vor mir, der Mann meiner Träume. Ich nenne jetzt mal keinen Namen...und es war auch alles sehr schwierig. Er kam von sehr weit weg und diese Fernbeziehung hielt leider nur anderthalb Jahre, aber er machte MUSIK! Da ist irgendetwas in mir wieder aufgegangen und plötzlich wußte ich, was ich wirklich will und wahrscheinlich immer wollte. Lieder schreiben und singen, mit Texten, die den Menschen Hoffnung geben und ihnen vielleicht in dunklen Stunden ein bisschen Wärme in ihre sehnsuchtsvollen Herzen bringen.